Entzugserscheinungen

Wenn die Fahrerlaubnis denn doch mal entzogen worden ist - und Möglichkeiten dafür gibt es ja viele wie Sie sich in der Punktetabelle vergewissern können - so kann eine neue Fahrerlaubnis wieder erteilt werden. (§4 StVG)

Dies allerdings erst nach Ablauf der sogenannten "Sperrfrist" und diversen Auflagen, die der Richter oder die Verwaltungsbehörde festlegen.

 

Hier die Einschränkungen, die einen bei einem solchen Verfahren treffen:
  • Eine neue Fahrerlaubnis darf frühestens nach sechs Monaten erteilt werden. Die Frist kann sich aber auch - je nach Schwere des Vergehens - bis zu 5 Jahre hinziehen! "Und das kann ganz schön lange werden", bestätigten uns ein paar "Aspiranten" auf eine wiedererteilte Fahrerlaubnis nach nur 9 Monaten! Die Uhr läuft dabei ab dem Tag, an dem man den Führerschein bei der Behörde abgegeben hat.
  • In der Regel wird auch ein MPU* verlangt.
  • Wurde die Teilnahme an einem Aufbauseminar verlangt und Sie sind dieser nicht nachgekommen, weil Sie "keinen Bock" hatten oder auf die Fahrerlaubnis verzichtet haben (d.h. der Führerschein ist jetzt nur noch Konfetti), so wird er erst wiedererteilt, nachdem Sie an eben diesem Seminar teilgenommen haben.
    Wichtig: Bitte sofort die Teilnahmebeschenigung an die zuständige Behörde schicken, sonst gibt es auch den Führeschein nicht!

* MPU = Medizinisch Psychologische Untersuchung. Auch genannt "Idiotentest".
Hier müssen Sie sowohl zu einem Amtsarzt, um Ihren Gesundheitszustand untersuchen zu lassen (relativ einfach) und danach zu einem Psychologenteam, um Ihren Geisteszustand abzuchecken. (Schon wesentlich schwieriger). Die Kosten des Gutachtens sind extrem teuer und die Durchfallquote der Verkehrssünder (insbesondere bei Geschwindigkeits-, und Alkoholdelikten) sind beim ersten Mal sehr hoch.
Dieses Gutachten kann auch gefordert werden, wenn Zweifel an der Eignung (§11 FeV) einer Person bestehen.

Diese Zweifel liegen vor bei Personen:

  • die eine Straftat in Zusammenhang mit dem Straßenverkehr verübt haben, oder
  • bei denen ein hohes Aggressionspotential festgestellt wird (solche Rowdies soll es ja wirklich geben),
  • die eine Wiedererteilung beantragt haben und denen der Führerschein schon mal abgenommen wurde.

Wer auf Nummer sicher gehen will, und wem neben den Gutachterkosten der Schein noch ein "paar Mark" wert ist, der kann bei diversen Stellen sogenannte Vorbereitungskurse für die MPU besuchen. Dort wird man auf die Besonderheiten bei der Fragestellung einer solchen Untersuchung hingewiesen, und bekommt Tipps, wie man diese Fragen am Besten beantwortet.

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