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Die Wahl der angepassten Geschwindigkeit

Jeder Verkehrsteilnehmer bewegt sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit durch den Straßenverkehr. Die tatsächliche Höhe der eigenen Geschwindigkeit ist abhängig von unterschiedlichen objektiven und subjektiven Faktoren. Sie unterliegt faktischen und rechtlichen Grenzen sowie physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Je höher die Geschwindigkeit absolut gesehen, aber auch relativ im Vergleich zu den bisherigen Erfahrungswerten des einzelnen ist, desto mehr Aufmerksamkeit muss von den Verkehrsteilnehmern an den Tag gelegt werden.

Um trotz hoher Geschwindigkeit dennoch kontrolliert, sicher und normgemäß am Straßenverkehr teilnehmen zu können, bedarf es eines aufmerksam absolvierten und verantwortungsbewusst angeleiteten Trainings. Keine Gruppe ist in diesem Zusammenhang besser dazu geeignet, dieses Training zu leiten und zu beaufsichtigen, als die Gruppe der Fahrlehrer.

Die Geschwindigkeit ist jeweils nur in dem Rahmen zu wählen, den die äußeren Gegebenheiten des Straßenverkehrs vorgeben. Auch die sichere Wahl der Geschwindigkeit ist oft von einem interaktiven Prozess mit anderen Verkehrsteilnehmern abhängig. So kann auf einer Autobahn nur dann sicher mit einer höheren Geschwindigkeit als derjenigen des vorderen Fahrzeugs überholt werden, wenn der Vordermann nicht z.B. entgegen der Interaktionspflicht (= Pflicht zur Kommunikation) aus § 5 Abs. 4 Satz 1 StVO unvermutet ausschert, um seinerseits ein anderes Kfz zu überholen.

Fahrzeugführer wählen ihre Geschwindigkeiten nach verschiedenen Gesichtspunkten aus. Diese können prinzipiell subjektiv (z.B. nach Gefühl, Stimmung, Gesundheitszustand, Beifahrer), objektiv (z.B. nach Fahrzeugtyp, Straßenzustand, Witterung) oder von beiden Komponenten gleichermaßen beeinflusst sein. Von großem Interesse ist das objektiv messbare Geschwindigkeitsverhalten der Fahrzeugführer auf den verschiedenen Straßen. Nach den Erkenntnissen des Instituts für Straßenverkehr aus Köln (ISK) wird außerhalb geschlossener Ortschaften auf Straßen, die eben und zügig geführt sind um so schneller gefahren, je mehr die Fahrbahnbreite zunimmt. Innerhalb geschlossener Ortschaften hat die Fahrbahnbreite dagegen keinen oder zumindest keinen nennenswerten Einfluss auf die tatsächlich vom Fahrzeugführer gefahrene Geschwindigkeit (zum informativen Internetangebot des ISK mit Angeboten zum download diverser Untersuchungen gelangen Sie über die Homepage des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft unter www.gdv.de).


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