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Grundgedanken zur StVO
Vielen Fahranfängern begegnet im Rahmen
ihrer theoretischen Ausbildung als erste wichtige Rechtsquelle
des Straßenverkehrsrechts die Straßenverkehrsordnung
und Fahr-Azubis stellen sich oft, bewusst oder unbewusst, die
Frage nach dem Sinn dieser auf den ersten Blick recht bunt bebilderten
Ansammlung von Verkehrsvorschriften.
Verantwortungsbewusste und
bestens geschulte Verkehrspädagogen begegnen dieser aufkeimenden
ersten Ungewissheit ihrer Schüler sicher nicht nur mit
dem Hinweis von der Prüfungsrelevanz dieser Vorschriften,
sondern gehen zwecks Aufklärung motiviert auf den eigentlichen
Sinn und Zweck dieser wichtigsten Rechtsquelle des Straßenverkehrs
näher ein. Was ist also der Sinn der StVO?
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Diese Sammlung von Verhaltensvorschriften
soll in erster Linie das Leben all derer Personen schützen,
die sich im Straßenverkehr als Verkehrsteilnehmer
bewegen.
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Sie soll weiterhin Regeln
für ein verträgliches Miteinander bereitstellen,
die sowohl in der Sache zweckmäßig, als auch
den Nutzern einsichtig sind.
Ein Blick auf die absoluten
Zahlen eines stetig ansteigenden motorisierten Individualverkehrs
in der Bundesrepublik Deutschland sollte genügen, um die
gleichsam parallel dazu weiterhin anwachsende Komplexität
des Verkehrsgeschehens auf deutschen Straßen ermessen
zu können. So wird etwa im Vergleich zu den im Jahre 1999
auf der Straße zurückgelegten 766 Milliarden Personenkilometer
Fahrtstrecke an Hand der vorliegenden Daten nach Angaben des
SPIEGEL (Heft 11/2001, S. 22) bis zum Jahr 2015 ein Anwachsen
dieses Wertes auf die Strecke von 873 Milliarden Personenkilometer
prognostiziert.
Den angehenden Führern von Kraftfahrzeugen
sollte im Ausbildungsprozess durch die Fahrlehrer so frühzeitig
wie möglich auf pädagogisch eindringliche Weise vermittelt
werden, wie hoch gerade das Unfallrisiko für die jungen Fahrerinnen
und Fahrer tatsächlich ist. Die absolut hohe Zahl von jährlich
in der EU bei Verkehrsunfällen getöteten ca. 13.000
jungen Autofahrern im Alter zwischen 18 und 25 Jahren spricht
bereits Bände und ist durchaus dazu geeignet, den jungen
Führerscheinbewerbern das Bewusstsein zu vermitteln, dass
es sich beim Führen eines Kfz keineswegs um ein Kinderspiel
handelt.
Der Zugang zu den einzelnen Vorschriften der StVO wird beiden
Seiten um so leichter gelingen, wenn man sich einerseits die Schutzrichtung
der verschiedenen Regelungen deutlich macht und auf der anderen
Seite die hinter diesen Vorschriften verborgenen spezifischen
Unfallgefahren ans Tageslicht bringt wie holt. Auf dieser durch
Fakten gefestigten theoretischen Grundlage wird es den späteren
Fahranfängern während ihrer Probezeit leichter gelingen,
sich in das soziale System des Straßenverkehrs nahtlos einzuordnen
und Probleme im Hinblick auf ihre künftige Bewährung
gar nicht erst entstehen zu lassen. |