Unfallrisiko für junge Fahranfänger
Die Risikogruppe der jungen
Fahranfänger (18 - 24 Jahre alt) ist im Straßenverkehr
besonders gefährdet. Nach der aktuellen 24. Uniroyal-Verkehrsuntersuchung
von ELLINGHAUS und STEINBRECHER sind fast ein Drittel aller
im Jahr 1997 getöteten Pkw-Insassen Fahranfänger zwischen
18 und 24 Jahren gewesen. Diese Untersuchung wird im wesentlichen
bestätigt durch eine Statistik über Straßenverkehrsunfälle
im Freistaat Sachen, wonach sich im Zeitraum von Januar - November
1999 mehr als 25 % der bei Straßenverkehrsunfällen
Getöteten und Verletzten aus der Altersgruppe der 18 -
25jährigen rekrutieren.
Die seit Jahren beständig
hohe Unfallbeteiligung dieser Personengruppe wird auf die folgenden
vier Hauptfaktoren zurückgeführt:
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Erhöhte Risikobereitschaft
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Geringe Fahrerfahrung
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Personaler und sozialer
Kontext
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Besondere verkehrstypische
Rahmenbedingungen
Als Unfallursache spielt Alkohol
am Steuer eine mitentscheidende Rolle. Diese Erkenntnis korreliert
mit dem Ergebnis der Studie von SCHULZE, der in seiner Untersuchung
nächtlicher Freizeitunfälle junger Fahrerinnen und
Fahrer aus dem Jahr 1995 feststellte, dass in der Hälfte
der Unfälle aus dieser Risikogruppe der Alkoholkonsum
die Unfallursache darstellte.
Das erkannte Problem vergrößert sich noch dadurch,
dass gerade junge Fahranfänger in dieser Lebensphase,
die von großen sozialen Einflüssen durch die sie
umgebende Gruppe junger Menschen geprägt ist, die mit
dem soziologischen Begriff der "peer group" umschrieben
wird, oft gemeinsam mit Freunden mit ihrem Auto unterwegs
sind. Wenn die Fahranfänger für sich allein schon
einen gefährlichen Fahrstil praktizieren, gefährden
sie also oft nicht nur sich selbst, sondern gleichzeitig auch
ihre ebenfalls jungen Mitfahrer.
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